Die Preisträger*innen 2026 stehen fest!
Das sind die Gewinnerfilme der 15. Festivalausgabe der QUEER-STREIFEN Regensburg:
Beliebtester Langfilm
Den undotierten Publikumspreis für den besten Langfilm erhält:

ON SERA HEUREUX / WE’LL FIND HAPPINESS
Kanada, Luxemburg 2026 | 101 min | OmdtU | Regie: Léa Pool
Die Geschichte spielt an mehreren Schauplätzen: Iran, Frankreich, Spanien, Kanada und Marokko. Wir begleiten einen jungen illegalen Einwanderer, der zu allem bereit ist, um die Abschiebung seines iranischen Geliebten zu verhindern. Unglückliche Umstände haben diesen nämlich gezwungen, sich im Keller einer Kirche zu verstecken.
Der Publikumsliebling 2026 bei den Langfilmen geht an die zutiefst bewegende Liebesgeschichte WE’LL FIND HAPPINESS, einen kanadischen Film von Léa Pool.

Publikumspreise à 250 € pro Kurzfilmprogramm, gestiftet von
FEIL ARCHITEKTEN Partnerschaft mbB

The Duties of a Lighthouse Keeper
Deutschland 2026 | 8 min | Regie: Rory Midhani
In diesem Kurzfilm geht es “eigentlich“ oder „vielleicht“ um den Sinn des Lebens. Wie hält man es aus, seinen täglichen Pflichten nachzugehen, wenn man ganz allein lebt und sich nach der Nähe und Berührung sehnt? Oder: „Is there more to this life than servicing the buoys?”.
Der Publikumspreis 2026 bei den schwulen Kurzfilmen geht an den deutschen Kurzfilm „The Duties of a Lighthouse Keeper“ von Rory Midhani.


Kode M (Code M)
Norwegen 2026 | 8 min | Regie: Fride Mork
Dieser Kurzfilm handelt von Identität, Geschlecht und Fußball. Er beleuchtet diese Themen in einem leichten und ungezwungenen Ton und schildert die erste und auch verstörende Erfahrung eines jungen trans Jungen mit der Menstruation.
Der Publikumspreis 2026 bei den queeren Kurzfilmen geht an den norwegischen Kurzfilm „Kode M“ von Fride Mork.


Selma
Deutschland 2025 | 29 min | Regie: Christina Maria Schmid
Dieser Kurzfilm erzählt eine Geschichte, die sowohl zutiefst persönlich als auch politisch brisant ist. Im Kern handelt dieser Film von Liebe, aber auch von Angst, Mut und dem hohen Preis, angesichts zunehmender Unterdrückung und Gewalt tatenlos zu bleiben. Wir begegnen zwei Frauen, die versuchen zu überleben, sich selbst treu zu bleiben und sich gegenseitig beizustehen.
Der Publikumspreis 2026 bei den lesbischen Kurzfilmen geht an den deutschen Kurzfilm „Selma“ von Christina Maria Schmid.


QUEER-STREIFEN-Kurzfilmpreis der Jury (750 €):
Die Jury, bestehend aus Amrei Keul, Lukas März und Dominic Wittrin, vergibt den Hauptpreis 2026 an:

Dickflip
Polen 2025 | 15 min | Regie: Dominik Hadziewicz
Begründung der Jury:
Sambor freundet sich mit einer Clique junger Männer auf dem Skatepark an. Doch aus Angst davor, sie könnten herausfinden, dass er trans ist, gerät er in eine Streiterei.
Die Perspektive des Publikums bleibt während des gesamten Films eng bei der Hauptfigur, die sich zwischen körperlichem Selbstbewusstsein im Privaten sowie einer noch bestehenden Unsicherheit im öffentlichen Raum bewegt. Die eigene Identität nicht preisgeben zu dürfen, ist – so scheint es – der fortwährende Konflikt der Geschichte. Auch das Publikum nimmt diesen Konflikt aufgrund weltweit verbreiteter gesellschaftlicher Ressentiments und struktureller Diskriminierung gegenüber trans Personen als gegeben an. Umso mehr überrascht der Film am Ende, als klar wird, dass es durchaus Raum für alle innerhalb der Gruppe gibt, vielleicht sogar schon längst gegeben hat, auch wenn vieles vorerst unausgesprochen bleibt.
Durch seine kompakte Erzählweise und die präzise Ausgestaltung filmischer Erzählmittel gelingt es den Filmschaffenden zwischen Spannung, Nähe und Leichtigkeit zu manövrieren. Hierfür zeichnen wir DICKFLIP von Dominik Hadziewicz mit dem diesjährigen Jurypreis des Internationalen Kurzfilmwettbewerbs aus.
