Gewinnerfilme 2020

Das sind die Preisträger*innen der 9. Festivalausgabe:

Den undotierten Publikumspreis für den besten Langfilm erhält:


UFERFRAUEN – LESBISCHES L(I)EBEN IN DER DDR
Barbara Wallbraun, Deutschland 2019

Das mitreißende Zeitenporträt von Barbara Wallbraun hat dieses Jahr den QueerScope-Debütfilmpreis gewonnen.

Obwohl Homosexualität in der DDR schon seit 1968 nicht mehr strafbar war, hieß das keineswegs, dass der Staat diese Abweichung von der sozialistischen Normbiografie mit den aus Vater, Mutter, Kind bestehenden Kleinfamilien wirklich akzeptierte.

Einfühlsam lässt die Regisseurin 6 Protagonistinnen zu Wort kommen, die auf offene und ehrliche Art und Weise mit erfrischender Leichtigkeit über die kuriosen Wendungen in ihren Lebensgeschichte(n) und die ganz persönliche Selbstbefreiung erzählen.


Preise gestiftet von

Der Publikumspreis für den beliebtesten Kurzfilm in der Kategorie queer geht an:


GOD’S DAUGHTER DANCES
Sungin Byun, Südkorea 2020

Ein koreanischer Film aus 2020 von Sungbin Byun, der die Geschichte von Shin-mi, einer trans Tänzerin, erzählt. Eines Tages macht sie sich auf den Weg zur Militärdienstprüfung, nachdem sie von der Military Manpower Administration einen Anruf erhalten hat.

Diesmal haben zwei lesbisch thematisierte Kurzfilme eine genau gleich gute Publikumswertung erhalten und teilen sich damit den Preis:


TOUCHING AN ELEPHANT
Lara Milena Brose, Deutschland 2019
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REVOLVO

Francy Fabritz, Deutschland 2019

Francy Fabritz ist die Regisseurin dieses deutschen Films, in dem zwei Frauen einen dubiosen rechten Politiker entführen. Die Regisseurin sagt zu ihrem Film: Bei REVOLVO ist mir vor allem wichtig, dass zwei Frauen über 50 dem aktuellen gesellschaftlichen Rechtsruck etwas entgegensetzen. Frauen denen Abenteuerlust, Spaß und vor allem kriminelle Energie in der Regel abgesprochen wird.

In der Kategorie schwul geht der Publikumspreis an:


IN DEN BINSEN
Clara Zoe My-Linh von Arnim, Österreich 2019

Dieser österreichischer Film von der Studentin Clara Zoe My-Linh von Arnim spielt im Bayerischen Wald. Der verkaterte Christoph sitzt neben seiner Mutter auf einem Hochsitz. Er möchte sich heute endlich outen, aber dies scheint schon wieder nicht der beste Zeitpunkt zu sein. Alles geht schief, und als ob das noch nicht genug wäre, kommt gleich sein Freund.

Eine unaufgeregte Geschichte mit einem witzigen Bruch.


Praxiszentrum Alte Mälzerei
Preis gestiftet von

Die Jury, bestehend aus Chrissy Grundl, Frances Hill und Ralph Kinkel vergibt den Hauptpreis 2020 an:


REVOLVO
Francy Fabritz, Deutschland 2019

Francy Fabritz ist die Regisseurin dieses deutschen Films, in dem zwei Frauen einen dubiosen rechten Politiker entführen. Die Regisseurin sagt zu ihrem Film: Bei REVOLVO ist mir vor allem wichtig, dass zwei Frauen über 50 dem aktuellen gesellschaftlichen Rechtsruck etwas entgegensetzen. Frauen denen Abenteuerlust, Spaß und vor allem kriminelle Energie in der Regel abgesprochen wird.


Eine lobende Erwähnung widmet die Jury:

TOUCHING AN ELEPHANT
Lara Milena Brose, Deutschland 2019

Ritah ist nach Deutschland geflüchtet, um lesbenfeindlicher Gewalt und Verfolgung in Uganda zu entkommen. Doch die Behörden machen ihr das Leben schwer.

TOUCHING AN ELEPHANT


MALL
Jerry Hoffmann, Deutschland 2019

Der introvertierte Didi ist mit seiner männerdominierten Familie in einem Megastore unterwegs. Als die Familie den Laden verlassen will, geht ein Alarm los!

MALL