LAS MIL Y UNA

(ONE IN A THOUSAND)

von Clarisa Navas | Argentinien, Deutschland 2020

120 Min. | Spanische Originalfassung mit englischen UT

Samstag 24.10. | 19:45 Uhr

mit Sofia Cabrera, Ana Carolina Garcia, Mauricio Vila, Luis Molina u.a.

Irgendwo in Argentinien reihen sich die Sozialwohnungen eng aneinander. Iris dribbelt sich durch die halb grünen, halb grauen Innenhöfe zwischen den heruntergekommenen Hochhäusern aus jahrzehntealtem Beton. Basketball ist ihr Hobby, sie ist 17 und Perspektive hat sie erstmal keine, weil sie nicht mehr zur Schule geht. Viel Zeit verbringt sie mit ihren gleichaltrigen Cousins. Der eine schreibt durchdachte Texte über facettenreiche Liebe und Beziehungstheorien, der andere verkörpert am liebsten dick aufgetragene schwule Klischees. Jungs begegnen sich für einen Quickie in Verstecken, hinter Blechtüren finden geheime queere Partys statt. In der Nachbarschaft heult zwischendurch eine Sirene auf. Gern wird geredet, auch über Renata, die Iris mit ihrer auffällig lässigen und selbstbewussten Art sofort fasziniert. Sie weckt eine Sehnsucht in ihr, aus dem eintönigen Alltag auszubrechen. Doch stimmen die Gerüchte?


Regisseurin Clarisa Navas ist selbst in der Umgebung des Filmsettings aufgewachsen und erzählt umso authentischer, fast dokumentarisch, vom Erwachsenwerden zwischen Armut, erster Liebe und Gewalt. LAS MIL Y UNA lief als Panorama-Eröffnung auf der Berlinale 2020.


Herzlichen Dank für die Filmpatenschaft!