FUTUR DREI

Regie: Faraz Shariat | Deutschland 2020

92 Min. | OV Deutsch und Farsi, teils deutsche UT

Freitag 23.10. | 19:45 Uhr

mit Benjamin Radjaipour, Banafshe Hourmazdi, Eidin Jalali u.a.

In seinem autobiographischen Regiedebüt von Faraz Sharia, welches auf der Berlinale mit zwei Teddys (Bester Spielfilm, Leser*innen-Preis) ausgezeichnet wurde, erzählt er sehr authentisch vom queeren Heranwachsen eines Einwanderersohns in Deutschland – und liefert damit einen entschlossenen Gegenentwurf zu einem konventionellen deutschen Kino, in dem post-migrantische Erlebnisse und Geschichten von Einwanderern und ihrer Familien allzu oft ausgeschlossen oder missrepräsentiert werden.

Im Mittelpunkt der Geschichte um die erste intensive große Liebe steht Parvis, Sohn iranischer Eltern, der im Dachgeschoss des Elternhauses in einer ruhigen niedersächsischen Neubausiedlung lebt, und versucht, sich zwischen Sexdates und Raves auszuprobieren. Nach einem Ladendiebstahl muss er Sozialstunden in einer Flüchtlingsunterkunft ableisten und verliebt sich dabei in Amon, der mit seiner Schwester Banafshe Arezu aus dem Iran geflüchtet ist. Zu dritt erleben sie einen Sommer stürmisch durchfeierter Nächte, der von der Erkenntnis geprägt ist, dass sie auf unterschiedliche Weise nicht in Deutschland zu Hause sind.

Wir wollen Euch nicht zu viel versprechen, aber der Film ist ein absolutes Muss für queere Cineast*innen!

In Kooperation mit TRANSIT FILMFEST

Filmvorführung ermöglicht durch:
Peter Jander & Thomas Benzmüller-Jander, Herzlichen Dank!